Kraftmomente

Wirken äußere Kräfte auf einen starren Körper, so können diese Translationen (geradlinige Bewegungen) oder Rotationen (Drehbewegungen) verursachen. Im Fall von Drehbewegungen hängt die Wirkung einer Kraft auch davon ab, in welchem Abstand zur Drehachse sie angreift. Das wirkende Drehmoment ist proportional zu diesem Abstand, dem Hebelarm, und der äußeren Kraft auf den Körper. Betrachtet man auch deformierbare Körper, so haben die äußeren Belastungen im Inneren des Körpers Beanspruchungen zur Folge, die in ihrer Wirkung auf den Körper unterschieden werden.

Drehmoment

Das Drehmoment beschreibt die Drehwirkung einer Kraft oder eines Kräftesystems auf einen Körper. Es ist das Produkt aus einwirkender Kraft und deren Hebelarm – dem Abstand zur Drehachse, der senkrecht auf die Wirkungslinie der Kraft steht. Das Drehmoment bildet die Grundlage zum Verständnis der anderen Kraftmomente, die sich aus dem Drehmoment ableiten lassen.

Torsionsmoment

Wird ein länglicher Körper, etwa ein Balken oder ein Stab, entlang seiner Längsachse verdreht, so spricht man von einem Torsionsmoment. Im Inneren des Körpers treten mechanische Spannungen auf, die dem äußeren Moment das Gleichgewicht halten.

Biegemoment

Das Biegemoment wirkt senkrecht auf die Längsachse dünner Bauteile oder Körper. Es bewirkt eine Durchbiegung des Körpers, in dessen Inneren Zug- und Druckspannungen entstehen.

Kippmoment

Mit dem Kippmoment wird ein Drehmoment bezeichnet, unter dem ein Körper durch die Einwirkung einer externen Kraft zum Kippen gebracht werden kann. Der Körper wird dabei um eine Kante, der Kippachse, gedreht. Das Kippmoment ist eng verknüpft mit dem Begriff der Standfestigkeit, die beschreibt, ob das Kippmoment ausreicht, um den Körper zum Kippen zu bringen.

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Drehmoment
Torsionsmoment
Biegemoment
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