Lösungsweg
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Antwort 3 ist korrekt.
Zunächst wird das Coulomb-Potential \(\phi\) der Kugel mit der gegebenen Ladung \(Q \) bestimmt.
Das Coulomb-Potential ist das unbestimmte Integral des elektrischen Feldes.
\(\phi \,\, = \,\, \displaystyle \,\, \int \frac{1}{4 \cdot \pi \cdot \epsilon_{0}} \,\,\,\, \cdot \,\,\,\, \frac{Q}{r^2} \,\, dr \ \)
Hierbei kann auf Vektornotation verzichtet werden, weil das elektrische Potential konservativ ist. Das bedeutet, dass dessen Wert nur vom radialen Abstand r abhängt und daher muss nur nach r integriert werden. Bei der Berechnung der elektrischen Spannung \(U\) braucht man für die Integrationsgrenzen statt den 2 Punkten \(P_{1}\) und \(P_{2}\) nur mehr die 2 radialen Abstände \(r_{1}\) und \(r_{2}\).
\(U \,\, = \,\, \Delta \phi \,\, = \,\, \displaystyle \,\, \int _{r_{1}}^{r_{2}} \,\,\,\, \frac{1}{4 \cdot \pi \cdot \epsilon_{0}} \,\,\,\, \cdot \,\,\,\, \frac{Q}{r^2} \,\, dr \ \)
Das Integral ist positiv, da die Arbeit vom Feld ausgeführt wird, nicht gegen das Feld. Die Feldvektoren einer positiven Ladung zeigen von der Ladung weg. Der Weg der Probeladung beginnt vom Punkt \(P_{1}\) bis hin zu einem Punkt \(P_{2}\). Die Probeladung bewegt sich ebenso von innen nach außen, also entlang der Richtung des elektrischen Feldes. Eine andere Interpretation ist, dass die Probeladung positiv ist und dadurch von dem Körper, welche ebenso eine positive Ladung besitzt weggestoßen wird. Bei der Wahl des Vorzeichens gibt es also mehrere Interpretationen und ist bis heute noch eine Sache zur Diskussion. Man muss sich damit also nicht zu sehr den Kopf zerbrechen.
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Als nächstes müssen die Distanzen \(r_{1}\) und \(r_{2}\) bestimmt werden.
Dazu müssen erstmals die Ortsvektoren \(\vec{P_{0} \,\, P_{1}}\) und \(\vec{P_{0} \,\, P_{2}}\) bestimmt werden und anschließend dessen Beträge \(|\vec{P_{0} \,\, P_{1}}|\). und \(|\vec{P_{0} \,\, P_{2}}|\).
\(\vec{P_{0} \,\, P_{1}} = P_{1} \,\, - \,\, P_{0}\) (Spitze-Minus-Schaft Regel für Vektoren)
\(|\vec{P_{0} \,\, P_{1}}| = \sqrt{x^2 \,\, + \,\, y^2 \,\, + \,\, y^2}\)
Hierbei sind \(x\), \(y\) und \(z\) die Koordinaten des Verbindungsvektors \(\vec{P_{0} \,\, P_{1}}\).
Das Gleiche wird den Ortsvektor zwischen \(P_{0}\) und \(P_{2}\) getan.
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\(\vec{P_{0} \,\, P_{1}} \,\, = \,\, \left (
\begin{array}{c}
1 \,\, \mu m\\
0 \,\, \mu m\\
0 \,\, \mu m\\
\end{array}\right)\)
\(|\vec{P_{0} \,\, P_{1}}| \,\, = \,\, r_{1} \,\, = \,\, 1 \,\, \mu m\)
\(\vec{P_{0} \,\, P_{2}} \,\, = \,\, \left (
\begin{array}{c}
4 \,\, \mu m\\
3 \,\, \mu m\\
0 \,\, \mu m\\
\end{array}\right)\)
\(|\vec{P_{0} \,\, P_{2}}| \,\, = \,\, r_{2} \,\, = \,\, 5 \,\, \mu m\)
\(r_{1} = 1 \,\, \mu m\)
\(r_{2} = 5 \,\, \mu m\)
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\(U \,\, = \,\, \displaystyle \,\, \int _{1 \,\, \mu m}^{5 \,\, \mu m} \,\,\,\, \frac{1}{4 \cdot \pi \cdot \epsilon_{0}} \,\,\,\, \cdot \,\,\,\, \frac{Q}{r^2} \,\, dr \ \)
\(U \,\, =\,\, - \,\, \frac{1}{4 \cdot \pi \cdot \epsilon_{0}} \,\,\,\, \cdot \,\,\,\, Q \cdot \,\,\,\, \left(\frac{1}{5 \,\, \mu m} - \frac{1}{1 \,\, \mu m}\right)\)
Jetzt kann die Ladung \(Q \,\, = \,\, 1.28 \,\, \cdot \,\, 10^{-18} \,\, A \cdot s\) und die elektrische Feldkonstante \(\epsilon_{0} \,\, = \,\, 8.9 \,\, \cdot \,\, 10^{-12} \,\, \frac{A \cdot s}{V \cdot m}\) in die obige Gleichung eingesetzt werden.
Die elektrische SPannung zwischen den beiden Punkten beträgt \(U \,\, = \,\, 0.0091559 \,\, V = \,\, 9155.9 \,\, \mu V\).
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